Steuernews von Heppe Steinborn Henczka

Steuernews: Wichtige steuerliche Änderungen zum Jahreswechsel

Zum Jahreswechsel sind einige steuerliche Änderungen in Kraft getreten. Die wichtigsten finden Sie hier im Überblick: 


• Berufskraftfahrer: Da diese Arbeitnehmer Ihrer Tätigkeit übnerwiegend im Fahrzeug nachgehen, erhalten diese einen neuen Pauschbetrag in Höhe von 8€ pro Kalendertag, der künftig anstelle der tatsächlichen Aufwendungen in Anspruch genommen werden kann, wenn eine mehrtägige berufliche Tätigkeit mit Übernachtung im Fahrzeug des Arbeitgebers entsteht.

• Bonpflicht: Zum Jahreswechsel gibt es nun eine Belegpflicht, weswegen jeder Kunde einen Kassenbon erhalten muss. Befreiungen können nur bestehen, wenn Waren nachweislich an eine Vielzahl von nichtbekannten Personen verkauft werden.

• Gesundheitsförderung: Der Freibetrag für zusätzlich zum Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers zur Gesundheitsförderung wurde von 500 € auf 600 € pro Arbeitnehmer und Kalenderjahr angehoben. • Grundfreibetrag und Kinderfreibetrag: Der Grundfreibetrag steigt von 9.168 € auf 9.408 €. Der Kinderfreibetrag wird von 2.490 € auf 2.586 € je Elternteil erhöht.

• Kleinunternehmergrenzen: Die Umsatzsteuer wird von inländischen Unternehmern künftig nicht erhoben, wenn der Umsatz im vorangegangenen Kalenderjahr die Grenze von 22.000 € (bisher 17.500 €) nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 € (wie bisher) voraussichtlich nicht übersteigen wird.

• Pflichtveranlagung bei Kapitaleinkünften: Arbeitnehmer, die Kapitaleinkünfte ohne Steuerabzug erhalten haben, müssen künftig zwingend eine Steuererklärung einreichen.

• Steuerhinterziehung: Um die Umsatzsteuerhinterziehung im Rahmen von Karussell- und Kettengeschäften zu bekämpfen, wird Unternehmern nun die Steuerbefreiung bei innergemeinschaftlichen Lieferungen, der Vorsteuerabzug aus Eingangsrechnungen, der Vorsteuerabzug aus innergemeinschaftlichem Erwerb sowie der Vorsteuerabzug aus Leistungen nach § 13b Umsatzsteuergesetz (Reverse-Charge) versagt, sofern sie wissentlich an einer Steuerhinterziehung beteiligt waren. 

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