Steuernews von Heppe Steinborn Henczka

Steuernews: Maklerbetrug und Korrektur

Ein Makler steht in der Pflicht, eine Immobilie auch wahrheitsgemäß im Exposé zu beschreiben. Der darin beschriebene Wohnraum muss auch als ein solcher genutzt werden dürfen, denn sonst ist der Makler in der Korrekturpflicht. 

Einen solchen Fall behandelte der Bundesgerichtshof: Eine Maklerin hatte hier eine komplett renovierte Eigentumswohnung über zwei Etagen beworben. Die Wohnung war mit vier Zimmern a 125qm ausgestattet. Als die Käufer aber einen Grundriss von ihr erhielten, wurde nur eine Wohnfläche von 68qm darin angegeben. Der restliche Raum wurde im Souterrain nur als Nutzungsfläche angegeben, denn die Räume waren für eine Wohnnutzung zu niedrig. 

Die Käufer klagten auf eine arglistige Täuschung durch die Maklerin und verlangten eine Rückabwicklung des Vertrages. Das Gericht gab ihnen recht: Die Grundrissübergabe und die Erklärung der Teilung habe nicht ausgereicht - die Maklerin hätte dies bereits im Exposé angeben müssen. Die Kaufinteressenten waren nämlich dadurch von Anfang an nicht in der Lage, die Unzulässigkeit der Wohnnutzung im Soputerrain zu erkennen.

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