Steuernews von Heppe Steinborn Henczka

Steuernews: Umstellung auf elektronische Registrierkassen

Ab dem Jahr 2020 dürfen Unternehmer, die elektronische Kassen im Geschäft verwenden, grundsätzlich nur noch solche Kassen einsetzen, die mit einer sog. zertifizierten Sicherheitseinrichtung ausgerüstet sind. Hierdurch sollen Kassenmanipulationen verhindert werden. Allerdings werden die technischen Systeme voraussichtlich bis zum Beginn des Jahres 2020 nicht flächendeckend am Markt verfügbar sein. Deswegen wird die Frist für die Umstellung auf die neuen Kassensysteme bis zum 30. September 2020 verlängert, das hat das Bundesfinanzministerium nun in einem offiziellen Verwaltungsschreiben bestätigt (BMF-Schreiben vom 6. November 2019).
Gleiches gilt für die Meldung der Kassensysteme. Eigentlich hätten die Kassensysteme ebenfalls ab Januar 2020 beim Finanzamt angemeldet werden müssen. Nun muss die Meldung aber erst dann erfolgen, wenn die Finanzverwaltung das entsprechende Formular zur Verfügung stellt.

Keinen Aufschub gibt es hingegen bei der Pflicht, jedem Kunden den Kassenbon auszugeben: Ab 2020 muss für jeden Kunden prinzipiell der Bon ausgedruckt werden, selbst wenn dieser den Beleg nicht mitnehmen will. Allerdings sieht das Gesetz eine Härtefallklausel vor: Werden Waren oder Dienstleistungen an eine Vielzahl von nicht bekannten Personen verkauft, kann beim Finanzamt der Verzicht auf die Belegausgabepflicht beantragt werden. Voraussetzung: Die Bonausgabe erscheint für den betroffenen Unternehmer nicht zumutbar.

Hinweis: Übergangsweise dürfen Registrierkassen, die nach dem 25. November 2010 und vor dem 1. Januar 2020 angeschafft wurden und nicht entsprechend mit einer Sicherheitseinrichtung nachrüstbar sind, bis zum 31. Dezember 2022 weiter im Unternehmen eingesetzt werden. Vorausgesetzt, die Kassen können die Daten einzeln aufzeichnen und die Daten sind während der Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren jederzeit verfügbar, unverzüglich lesbar und maschinell auswertbar.

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